Frank Schulz

Das Ouzo-Orakel Taschenbuch
Taschenbuch

Das Ouzo-Orakel Hardcover
Gebundene Ausgabe

Das Ouzo-Orakel (2006)
Hagener Trilogie III

Bodo Morten ist nach schwerer psychischer Erkrankung und längerem Aufenthalt in einem fränkischen Sanatorium nach Griechenland ausgewandert. Dort lebt er nun seit fünf Jahren. Allabendlich gönnt er sich Geselligkeit im Freundeskreis einer kleinen Dorfwirtschaft. Sonst führt er – fern von allem – in einer abgelegenen Bucht ein asketisches Leben: viel meditieren, viel schwimmen, wenig Kleidung, kein Alkohol, keine Zigaretten, keine Frauen.

Bis Monika Freymuth auftaucht. Eine Frau, die Bodo zugleich abstößt und doch dunkel fasziniert. Und an jemanden erinnert. In der Tat stellt es sich heraus, daß Monika Bodos erste Jugendliebe ist – und gerade auf der Suche nach ihrem Mann ist, der nach einer Ehekrise nach Griechenland geflüchtet ist.

Bodo verliebt sich erneut, wehrt sich dagegen, sein Leben gerät aus den Fugen. In seiner Not wendet er sich an das Ouzo-Orakel, einen Einsiedler, bei dem auch die Einheimischen Rat suchen. Bewaffnet mit einer Fünf-Liter-Bombe Ouzo macht sich Bodo auf in die Berge.

Leseprobe (112 kB) – PDF · 5 Seiten

Taschenbuch: € 10,99 bei rororo. Erhältlich im Internet, z.B. bei Amazon.de, und im traditionellen Buchhandel, z.B. bei „Das Buch in Eppendorf“.
Gebundene Ausgabe: Vergriffen.

Pressestimmen

„Literatur funktioniert bei Schulz vor allem als Erinnerungsleistung, und wie er hier eintaucht in die Glaskugel abgelebter Kindheit, das gehört zu den vielen Glanzstücken dieses mit nicht mehr zu übertreffender Souveränität komponierten Buches.“ Edo Reents, Frankfurter Allgemeine Zeitung


„Was hier Abend für Abend zusammenschwadroniert wird, im Phantasiedeutsch der Griechen, in esoterischem Berlinerisch oder gelalltem Plattdeutsch, das gibt dem Roman die stattliche Länge von über 500 Seiten, ohne daß es je zuviel würde. – Bei allem Witz ist das ‚Ouzo-Orakel‘ der melancholischste Teil der Suchtromantrilogie.“ Doja Hacker, Der Spiegel


Das Ouzo-Orakel ist ein Fest der Sprache, deren Ausschweifungskünste der Autor hingebungsvoll einhegt... Man kann das Satz für Satz wegsüffeln wie einen guten Wein. Man kann auch genießen wie überlegt und sorgfältig es gebaut ist... Lesen, bitte, und staunen. Unter der Oberfläche der Sprach-Landschaft bietet Schulz Verweise, Anspielungen, Tiefenbohrungen für Genießer. Es ist eine dionysische Wörter-Feier, angerichtet von einem skeptisch-umsichtigen Apoll der Sprache.“ Ulrich Kühn, NDR Kultur


„Der schräge Schreiber Frank Schulz berichtet in seinem neuen Roman Das Ouzo-Orakel vom Leid der Männer: wie Sehnsucht und die Diktatur der Hormone aus einem aufrechten Mann einen Jammerlappen machen. Gnadenlos ironisch.“ Playboy


„... ein vorzüglicher bis herausragender ... Groß- und Spitzenroman, in dem sich nicht nur die Geschichte des Trinkers und Aussteigers Bodo Morten, sondern auch der immer an der Grenze zur Überladung dahinrollende Schulzsche Stil vollendet und erfüllt ... ein Meisterwerk...“ Titanic


„Frank Schulz hat seine ‚Hagener Trilogie‘ mit Das Ouzo-Orakel abgeschlossen, mit einem Roman, der ob der Genauigkeit der Metaphorik, der ingeniös-raffinierten Montage, der empathisch-akribischen Figurenzeichnung, der atemberaubenden syntaktischen Dynamik, der ob seiner, o Sprache, hilf!, lichten Brillanz wenigstens in den vergangenen 20 Jahren seinesgleichen sucht.“ Jürgen Roth, Frankfurter Rundschau


„Urkomisch, melancholisch und tiefgründig – ein wahres Vergnügen.“ Cosmopolitan.de


„Nimm und lies! Hier warten Sprachkunst, Herzensbildung, Witz!“ Jasper Nicolaisen, Intro


„Die amourösen Verfall-Geschichten, die Frank Schulz bisher in seinen Romanen Kolks blonde Bräute und dem stilistischen Monolith Morbus Fonticuli in wunderbar hellhörige Wortzüchtungen geharkt hat, gehören zu den komischsten und sprachgewaltigsten Werken der neueren deutschen Literatur. Mit dem letzten Band seiner Hagener Trilogie, stoisch-kalauernd Das Ouzo-Orakel tituliert, ist Schulz nochmals ein süchtig machendes Meisterwerk aus der Feder geflossen ... Das ist auch ohne Ouzo eine Offenbarung.“ Mainzer Allgemeine Zeitung


„Schulz zählt zu den genauesten, unterhaltsamsten, wortgewaltigsten Autoren des Landes.“ Stern